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Freitag, 16. April 2010

zu viel...zu schnell...zu gut...

Erinnert sich noch jemand an den großen Aufschrei, der Anfang 2009 durch die Spielelandschaft ging, als bekannt wurde, dass sich – bedingt durch den bösen Universalsündenbock Finanzkrise – viele der für’s 4. Quartal angekündigten Titel auf 2010 verschieben würden? Von einer Weihnachtsflaute bis hin zu einer generellen Verschiebung des wichtigsten Quartals auf das Erste im neuen Jahr reichten die Horrorvisionen manch ängstlicher Journalisten damals.

Zumindest der Teil mit der Weihnachtsflaute hat sich als unbegründete Angst herausgestellt, standen doch mit Uncharted 2: Among Thieves, den Episodes of Liberty City oder Dragon Age: Origins (trotz suboptimaler Portierung für Konsolen) große Titel in den Händlerregalen. Die Verschiebungswelle hatte sogar den Vorteil, dass auch Titel ohne großen Namen, wie Borderlands oder Darksiders zu den ihnen gebührenden Verkaufszahlen gekommen sind.
Der Nachteil liegt natürlich auch auf der Hand – die Anzahl an guten, großen Spielen, die dieses Jahr schon erschienen sind ist fast zu hoch, um sich ihnen noch in angemessener Weise zu widmen.

Mein Jahr hat mit Mass Effect 2 begonnen, danach kam sofort Heavy Rain, welchem dann ohne Unterbrechung Final Fantasy XIII folgte. Wahnsinn, drei Titel auf die ich mich Jahre lang gefreut habe innerhalb von so kurzer Zeit. Kein Wunder also, dass bei so viel Spielaufwand zu wenig Zeit zum darüber Bloggen geblieben ist. Nun will ich aber einen Anfang machen und widme mich – chronologisch korrekt – dem ersten dieser Spiele.



mass-effect-2-logo

Mass Effect 2 (Xbox 360)

Ich war ja skeptisch, weil mir der erste Teil von BioWares Weltraumtrilogie zu gut gefallen hat und damit das Risiko, mit dem zweiten Teil in vielen Bereichen nicht mehr mithalten zu können oder die Balance zu stören durchaus groß war. Manchmal geht’s eben nicht nur um grafische Verbesserungen, und schon gar nicht darum, die Shooter Passagen auszubauen…

Meine Befürchtungen waren gänzlich unbegründet, denn Mass Effect 2 ist ein durch und durch grandioses Spiel geworden. Die geniale und hoffentlich zukünftig öfter aufgegriffene Idee, den Spielstand aus dem ersten Teil ins Spiel zu importieren, resultiert in einer konsequenten und individuell zugeschnittenen Storyentwicklung und ist für ein Rollenspiel natürlich von unschätzbarem Wert. So zeigen sich teilweise erst im zweiten Teil die Konsequenzen von Entscheidungen die im ersten Teil getroffen wurden – zwar hätten diese Konsequenzen durchaus drastischer ins Spielgeschehen einwirken können, Potenzial (nicht zuletzt im Hinblick auf den kommenden dritten Teil) besteht hier aber allenfalls.


mass_effect_2

Das Besondere an Mass Effect 2 ist seine vielseitige Spielbarkeit. Wer will, kann sich ohne lange herumzufackeln in die dynamischen Schusswechsel wagen und der Geschichte trotzdem problemlos folgen. Wer allerdings aktiv an Gesprächen teilnimmt und auch die Nebenmissionen (dieses Mal zu meiner großen Freude ohne Mako) nicht außer Acht lässt, bekommt auch die vielen Kleinigkeiten zu sehen, die Mass Effect 2 zu einem so intensiven Spielerlebnis machen.

Um die finale Mission gut zu überstehen, ist es nämlich nicht nur nötig präzise und schnell zu schießen, sondern auch im Verlauf des Spiels ein guter Commander gewesen zu sein – seinen Crewmitgliedern zugehört zu haben und viele zuerst unbedeutend erscheinende Entscheidungen getroffen zu haben, die sich dann zu einem großen Ganzen summieren. All diese Kleinigkeiten sind jedoch so packend und grandios inszeniert wie die Haupthandlung – das Spiel legt hier schon bei einem beachtlich hohen Level los und schafft es dennoch immer wieder, sich zu steigern.

Den einzigen Kritikpunkt stellt der im Vergleich zum Vorgänger noch geringere Rollenspielanteil dar – zwar besteht nach wie vor die Möglichkeit, die einzelnen Crewmitglieder in ihren Fertigkeiten zu skillen, ihnen selbst Rüstungen anzulegen ist jedoch nicht mehr möglich. Shepard selbst verfügt zwar über verschiedene anlegbare Rüstungen, die jedoch (ähnlich wie in Fable) keine Stats mehr aufweisen – für ein Spiel, das sich als Rollenspiel bezeichnet, doch etwas mau.

Mass Effect 2 macht im Großen und Ganzen alles richtig, denn es merzt die ohnehin schon kaum vorhandenen Schwächen des Vorgängers aus und ersetzt sie durch sinnvolle Neuerungen. Mass Effect 3 darf also getrost kommen, je früher desto besser…

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